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Carl Wilhelm Scheele

Carl Wilhelm Scheele

Stralsund 1742 -
Köping 1786


Der berühmte schwedische Chemiker Carl Wilhelm Scheele zählt zu den bedeutendsten Naturwissenschaftlern des 18. Jahrhunderts und zu den Mitbegründern der modernen Chemie. Er war ursprünglich deutscher Herkunft und wurde am 19. Dezember 1742 als siebtes von insgesamt 11 Kindern in Stralsund geboren, als Sohn eines angesehenen Kaufmanns.
Gemeinsam mit seinem ältesten Bruder Johann Martin begann er schon früh, sich für Pharmazie und Chemie zu interessieren. Nach dem Gymnasium arbeitete Carl Wilhelm Scheele von 1757-65 als Apotheker in Göteborg, wechselte dann nach Malmö, Uppsala und Stockholm und zog 1775 nach Köping, wo er bis zu seinem Tode am 21. Mai 1786 blieb.
Seit 1775 war er Mitglied der Schwedischen Akademie der Wissenschaften zu Stockholm. Scheele entdeckte mehrere chemische Elemente und Verbindungen, darunter Mangan, Chlor, Weinsäure, Glyzerin und Milchsäure, zudem stellte er als erster die Adsorption von Gasen durch Holzkohle fest.
Seine wichtigste Arbeit und Entdeckung bezieht sich jedoch auf die Entdeckung des Luftsauerstoffs, die Carl Wilhelm Scheele in seinem Hauptwerk "Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer" (Uppsala und Leipzig, M. Swederus 1777) beschrieb.
Die Publikation der Schrift verzögerte sich um zwei Jahre, so daß Priestley seine Ergebnisse zuerst veröffentlichen konnte und lange Zeit als Entdecker der Isolation des Oxygens galt.
Heute ist es jedoch unbestritten, daß Carl Wilhelm Scheele diese bahnbrechende Entdeckung deutlich vor Priestley gelang.
Die Entdeckung des Luftsauerstoffs stellt auch für die Geschichte der Photographie ein bedeutendes Detail dar; er beschreibt in seinem Werk die Auflösung von Chlorsilber durch Salmiakgeist sowie die verschiedenen Wirkungen der Spektralfarben auf Chlorsilber.
Heute sind Exemplare der Erstausgabe dieser Schrift sehr selten und teuer auf dem antiquarischen Markt.

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